SAV Hamburger Polizeibeamten e.V.

Raubfischdreikampf in Hamburg

Da sich bei uns im Hamburger Hafen das Beißverhalten der Zander
stark nach den Gezeiten der nahen Nordsee richtet und wir schon oft bei niedrigem Wasserstand
ohne jeden Biss den Angelplatz geräumt haben, kam mir der Gedanke nicht nur das Gewässer
sondern auch den Zielfisch zu wechseln. Aus der Idee bei hohem Tidenstand
den Zandern im Hafen und davor oder danach den Barschen und Hechten in einem anderen
Gewässer nachzustellen, wurde der "Raubfischdreikampf".

Zielfisch Nummer 1 ist der Zander:

Zander 67 cm

Etwa zwei Stunden vor Höchststand des Wassers beginnt die beste Zeit des Zanderangelns.
Eine recht harte Spinnrute, gut sichtbare 0,15er geflochtene Schnur auf einer robusten Rolle
mit fein justierbarer Bremse haben sich ebenso bewährt, wie Gummifische in 8-12cm Länge,
Twister bis 8cm und Twisterköpfe in Gewichten zwischen zehn und zwanzig Gramm.
Die Gummiköder werden in kleinen Sprüngen über den Grund geführt, wobei besonders in
der Absinkphase des Köders darauf geachtet werden muss, dass die Schnur immer gestrafft ist.
Bei loser, durchhängender Schnur werden die meisten Bisse verpasst weil der Angler
sie schlicht und einfach nicht mitbekommt. Mit dieser Methode werden im Hamburger Hafen
während der gesamten Saison viele Zander gefangen,
deren Durchschnittsgröße um die 50cm liegt.Fische über 60cm sind an der Tagesordnung,
die zahlreichen kleineren Zander zeigen uns einen gesicherten Bestand auf.
Wenn nach etwa 5 bis 6 Stunden der Wasserstand gefallen ist
und eine längere Beißpause einsetzt ist das für mich der Startschuss zur nächsten Disziplin:

Ultraleicht-Spinnfischen auf Barsch:

Barsch 41 cm

Praktisch vor meiner Haustür, in einem Wald, liegen einige kleine Teiche mit zahlreichen
Seerosenfeldern und Schilfkanten.An meine 2,40m lange Ultraleicht-Rute habe ich eine
Stationärrolle der 1500er Größe montiert. An die 0,10er Geflochtene knüpfe ich ein
feines 49-fädriges Stahlvorfach, da ich in diesen Gewässern neben Barschen auch mit
mittleren Hechten rechnen muss.Als Köder dienen mir Spinner in den Größen 2 und 3.
Die besten Erfahrungen habe ich mit den Barsch- und Rotfederdesigns der
Colonel Z Reihe von Balzer gemacht.
Bereits am ersten Seerosenfeld packen die ersten Barsche zu, auch wenn kein
Rekordfisch zu erwarten ist, eine leckere Mahlzeit ist bald gefangen und
einen Heidenspaß bringt´s obendrein!

Zum Abschluss die "Königsdisziplin":

Hecht 78 cm

Wenn die Abenddämmerung näher rückt und ich den kleinen See umrundet habe,
tausche ich auf dem Parkplatz ein letztes Mal die Ruten.
Eine mittlere Spinnrute mit einem Wurfgewicht um 50g wird mich bei meiner
letzten Runde um den Teich begleiten.Jetzt in der Dämmerung tobt das Leben
in dem kleinen Teich. Vor mir höre ich das platschen der raubenden Hechte.
Jungfische springen um ihr Leben! Jetzt gilt es sich am Ufer ruhig zu verhalten
um die Fische nicht zu vergrämen.Mit flachlaufenden Wobblern fische ich konzentriert
die Schilfkanten und Seerosenfelder ab.Wenn dann der Hecht zupackt und der Körper
eine Extraladung Adrenalin ausschüttet, dann ist der Raubfischdreikampf gewonnen!

Petri Heil wünscht Michael Hardekopf.






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