SAV Hamburger Polizeibeamten e.V.

Butt auf die leichte Tour

Eine schöne und vor allem fängige Alternative zum Brandungsangeln auf
Flundern an der Küste stellt im Herbst der Hamburger Hafen dar.
Etwa ab Mitte September beginnt die hohe Zeit der Plattfische im Süßwasser,
welche im Durchschnitt etwa 30 Zentimeter groß sind.
Fische von 40 Zentimetern sind aber jederzeit möglich.
Während andere ihre ganze Ausrüstung vom Parkplatz bis an die letzte Ecke vom Strand
schleppen, können wir im Hafen fast bis an Wasser fahren und sind damit schon am Fisch.
Auch auf eine schwere Brandungsausrüstung kann verzichtet werden.
Da zu einen keine Gewaltwürfe erforderlich sind und zum anderen in den
ruhigeren Hafenkanälen keine starke Strömung herrscht,
reichen Grundruten um 100 Gramm Wurfgewicht oder schwere Karpfenruten völlig aus.

Ein durchschnittlicher Hafen Butt

Simple Montagen reichen!
Im Hamburger Hafen darf mit zwei Haken gefischt werden. Allerdings insgesamt!
Das heißt, wer mit einem Butt-Paternoster fischen möchte, darf lediglich
mit einer Rute angeln. Da ich aber auf verschiedene Distanzen fischen möchte,
bestücke ich meine Montage nur mit jeweils einem Haken und fische mit zwei Ruten.
Ein flaches Strömungsblei an einem Anti-Tangleboom läuft frei auf der Hauptschnur.
Eine Gummiperle schont den Knoten an meinem Qualitätswirbel.
Dazu vervollständigen ein etwa 80cm langes Vorfach aus 0,28er Monofil und ein Butthaken
der Größe 1 diese sehr simple und dennoch erfolgreiche Montage.
An meine zweite Rute kommt eine vergleichbare Montage, jedoch wähle ich das Blei
etwas schwerer und den Haken versehe ich mit einigen Lockperlen.
Diese Montage wird etwas weiter ausgeworfen als die leichtere.

Montage 1, mit Lockperlen Montage 2, ohne Lametta

Nur der Wattwurm bringt`s!
Auf diese Art merke ich recht schnell auf was unsere platten Freunde
gerade stehen und kann dementsprechend reagieren und die zweite Montage
der "besseren" anpassen. Bei einem Vergleichsangeln vor kurzem, hatte der Wattwurm
ohne Lametta in Form von Lockperlen etc. klar mit 11:1 die Nase vorn,
denn auch im Hafen gilt der Grundsatz: Weniger ist manchmal mehr!
Womit zum Köder auch schon alles gesagt wäre, eine Alternative zum Wattwurm gibt es nicht,
Versuche mit Seeringelwürmern und Tauwürmern scheiterten kläglich.
Die Plattfisch-Saison im Hamburger Hafen geht je nach Witterung bis in den Januar hinein,
danach lassen die Fänge deutlich nach.
Obwohl der Elb-Butt entgegen der weitverbreiteten Meinung auch in den wärmeren Monaten
im Hafen unterwegs ist. Ihn dann aber gezielt an den Haken zu bekommen,
das steht auf einem anderen Blatt!
Von daher mein Rat: Schnell ab in den Hafen,
denn die Herbst-Flundern sind derzeit verdammt gut im Futter - und ebenso lecker!

Herbstflundern sind gut im Futter Warme Kleidung ist Pflicht - dann macht`s richtig Spass

Petri Heil wünscht Michael Hardekopf.






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